Normung & Patente

Normung &
Patente

Die Normung wird als vertrauensstiftendes und einen Standard definierendes Element eingesetzt. Sie definiert die anerkannten Regeln der Technik für ein risikoarmes Geschäft. Die Normeninhalte müssen nicht neu sein. Trotzdem kann es gelingen, mit Normung die Markführerschaft in seinem Segment zu erlangen.

Patente werden nur für Neuheiten erteilt und sichern Alleinstellungsmerkmale im Markt. Das Einbringen von Patenten in die Normung dient ebenfalls dem Zweck, einen Wettbewerbsvorsprung zu erreichen.

„Alle sagten: Es geht nicht. Da kam einer, der das nicht wusste und tat es einfach.“

Goran Kikic, deutscher Autor und Mentalcoach

Patente sind ein wertvolles Wirtschaftsgut und können dazu beitragen, dem Patentinhaber für lange Zeit ein Alleinstellungsmerkmal im Markt zu verschaffen. Es ist das erfolgreiche Ergebnis systematischen Innovationsmanagements. Dieses Alleinstellungsmerkmal ist Segen und manchmal auch Fluch zugleich. Was hilft es dem Unternehmen, eine bahnbrechende Neuerung entwickelt zu haben, wenn die Möglichkeit der Marktdurchdringung durch äußere Umstände behindert oder im Extremfall sogar verhindert wird? Jedes Unternehmen sollte deswegen in seinem Patentmanagement über eine Strategie verfügen, damit es derlei Hindernisse in der Vermarktung frühzeitig erkennt.

Marktführung durch Normung

Eine andere Strategie, sich die Marktführerschaft in seinem Segment zu erarbeiten, ist der Weg über die Normung. Der Vorteil dieser Vorgehensweise liegt darin, dass bereits bekannte Produkte und Verfahren, die nicht mehr patentfähig sind, durch Normung zu anerkannten Regeln der Technik erhoben werden. Die Normen geben den Wettbewerbern dann vor, welche Kriterien die eigenen Produkte erfüllen müssen, damit deren Herstellung und Vertrieb ein risikoarmes Geschäft sind. Die Teilnahme am Normungsprozess sichert Ihnen dabei die frühzeitige Kenntnis über den späteren Normeninhalt.
Es gibt gute Beispiele für kleine Unternehmen, deren Geschäftsführungen diese Chance erkannt und heute die Marktführerschaft in ihrem Segment erreicht haben. Die Normung wird als vertrauensstiftendes Element und Standard definierendes Element eingesetzt. Die teilnehmenden Unternehmen haben die normgerechten Produkte bereits im Angebot, wenn die Norm veröffentlicht wird.

Marktführung durch Patente und Normung

Eine dritte Strategie zur Marktbereitung oder zum Erlangen der Marktführung ist die Kombination von Patenten mit der Normung. Hierbei werden Patente gezielt in die Normung eingebracht. Die Marktdurchdringung erfolgt durch Lizenzvergabe. Dieses Verfahren ist relativ unbekannt, obwohl es in bestimmten Branchen häufig angewendet wird. Sowohl der Verbraucher in der Industrie als auch der Endkunde merken davon in der Regel nichts. Sie stellen nur fest, dass bestimmte technische Neuerungen im jeweiligen Marktsegment in kurzer Zeit von unterschiedlichen Herstellern angeboten werden.
Es gibt auch für diese Vorgehensweise gute Beispiele für Unternehmen, deren Geschäftsführungen diese Change erkannt haben und über diesen Weg die Marktführerschaft in ihrem Segment erreicht haben. Die Normung wird als vertrauensstiftendes Element und Standard definierendes Element eingesetzt.

Chancen zur Marktführerschaft

Der Weg über die Normung als strategisches Mittel der Unternehmensführung bietet Unternehmen jeder Größe und jedes Marktsegments die Chance, die Marktführerschaft in seinem Marktsegment zu erlangen oder zumindest zur kleinen Gruppe der Marktführer zu gehören. Aktives Mitwirken an der Normung sichert frühzeitige Kenntnis über zukünftig genormte Produkteigenschaften. Dieses Wissen ermöglicht es dem Unternehmen das normgerechte Produkt bereits sehr früh, zum Zeitpunkt der Normveröffentlichung, anzubieten.

Wird die klassische Normung für bereits im Markt verfügbare Produkte angewendet, ergibt sich für Unternehmen mit technischen Innovationen mit oder ohne Patentanmeldung eine spezielle Schiene der Normung. Hier ist es das Ziel, durch Fixierung des Stands von Technik und Wissenschaft sein Wissen dem Markt zu präsentieren, den aktuellen Stand zu definieren und seine Entwicklung im Markt zu etablieren. Auch hierfür gibt es spannende Beispiele.

Unser Dienstleistungsangebot unterstützt sie bei der Organisation und Umsetzung des Kapitels 6.1 der Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001:2015.

Angebot

Wir unterstützen Sie gerne bei…

… der Definition Ihres strategischen Unternehmensziels, durchgesetzt
– über die Normung, bzw. die
– Kombination von Patenten mit Normung

… dem Aufbau des internen Kommunikationsflusses
zur Abstimmung der Informationen und Schritte

… der Strategieentwicklung
für die nationale und internationale Normung

… der Übernahme von Repräsentanz in externen Gremien
(national und international) durch Delegationsleitung und / oder Arbeitsgruppenvorsitz

… der Schulung oder dem Coaching
der für diese Aufgabe bestimmten Person(en), um das Verständnis des Prozesses zu schärfen und die Übernahme der Gremienarbeit zu ermöglichen

… der Vorstellung der erwähnten Beispiele im Rahmen eines Vortrags
zur Verdeutlichung des Potentials, dass in folgenden Möglichkeiten liegt:
– Marktführung durch Normung
– Kombination von Patent und Normung

Ein Beispiel für die Marktführung durch Normung zeigt das Beispiel der TSI Fahrzeuge (Technische Spezifikation Interoperabilität Fahrzeuge). Sie definiert in Kapitel 4.2.9 „Kupplungsmechanismen zum Abschleppen von Triebzugeinheiten“ die Anforderungen an Abschleppkupplungen für Züge im internationalen Bahnverkehr. Der Kupplungshersteller begleitete die Entwicklung der TSI und hatte zur Inkraftsetzung dieser Technischen Spezifikation das passende Produkt bereits im Angebot.

Amtsblatt der EU

Quelle: Amtsblatt der EU

Übergangskupplungen

Bildquelle: homepage Voith / Zugkupplungen http://www.voith.com/corp-de/scharfenberg-kupplungen.html

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Innovationsmanagement

Innovations-
management

Innovationsmanagement ist eine Managementaufgabe und erfordert eine festgelegte Strategie und Organisation im Unternehmen. Maßnahmen, wie sie für den Bereich des Patentmanagements etabliert sind, unterstützen den Entwicklungsprozess und reduzieren das Risiko des späten Scheiterns.

„Man muß Ideen die Chance geben, sich zu verwirklichen.“

Thomas Alva Edison (1847 – 1931), Erfinder, Entdecker des glühelektrischen Effekts

Ursprung jeder Innovation ist eine Idee, die, je nach Organisationsgrad, gezielt oder mehr zufällig in einer Innovation mündet. Daher sollte jedes Unternehmen ein Konzept zur Organisation von Innovationen haben.

Wenn ein organisiertes Innovationmanagement aufgebaut werden soll, ist zu entscheiden, welche der ca. 40 am Markt verfügbaren Methoden zur Innovationsgewinnung Anwendung findet.. Ebenso gibt es auch unterschiedliche Modelle, wie das Innovationsmanagement zu strukturieren ist.

Wenn ein organisiertes Innovationsmanagement existiert, sollte das Konzept auf Stärken und Schwächen hin überprüft werden.

Innovationen münden sehr oft in Schutzrechtsanmeldungen, wenn sie wirklich neu sind. Um hier Freiheit zum Handeln zu haben, sollte der Innovationsprozess durch Beobachtungen und Recherchen zum Stand der Technik begleitet werden.

Risikominderung im Innovationsprozess

Der Innovationsprozess sollte durch eine klare Struktur und Vorgaben zum Ablauf organisiert sein und durch begleitende Maßnahmen abgesichert werden. Maßnahmen, wie sie für den Bereich des Patentmanagements etabliert sind, unterstützen den Entwicklungsprozess und reduzieren das Risiko des späten Scheiterns. Die Teilnehmer am Entwicklungsprozess sind dabei zur Verschwiegenheit zu verpflichten.

 

Die sieben Todsünden des Erfinders

Quelle: Die sieben Todsünden des Erfinders http://www.epo.org/learning-events/materials/inventors-handbook/sins_de.html (zuletzt aufgerufen 2018-04-12)

Angebot

Wir unterstützen Sie gerne bei der Konzeption eines Innovationsmanagements beispielsweise durch:

  • Beschaffen und Bereitstellen der verfügbaren Informationen zum Thema „Innovationsmanagement“
  • Ausarbeiten eines Konzepts zur Organisationsstruktur des Innovationsmanagements

  • Weitere in diesem Stadium erforderliche Tätigkeiten zur Gestaltung dieses Organisationsteils

  • Gegebenenfalls Einführung und Übernahme des Innovationsmanagements als Dienstleister

Ein vorhandenes Innovationsmanagement stärken wir gerne in seiner Funktion z. B. durch

  • Sammeln und Strukturieren der Ideen und Neuerungen
  • Aufspüren bereits bekannter Lösungen vor aufwändiger Entwicklung
  • Recherchen zum Stand der Technik zur Vermeidung von Patentverletzungen
  • Recherchen in Datenbanken der Nicht-Patent-Literatur (NPL-Datenbanken)
  • Wettbewerbsbeobachtung
  • Bearbeiten der Innovationsmeldung
  • Erarbeiten eines Vergütungssystems
  • Trendanalysen und –entwicklungen
emendatio 2016 ©

emendatio 2016 ©

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Patentmanagement

Patent-
management

Das Patentmanagement umfasst das gesamte Spektrum der Tätigkeiten zur Erlangung, zum Erhalt und zum Management von Patentportfolios und Schutzrechten. Eine Patentstrategie schützt vor Überraschungen und wirkt als Risikobegrenzung. In ihrem Rahmen wird das Unternehmensziel bei gleichzeitiger Begrenzung des internen Aufwands und externer Kosten definiert.

„Der Wert einer Idee liegt in ihrer Umsetzung.“

Thomas Alva Edison (1847 – 1931), Erfinder, Entdecker des glühelektrischen Effekts

Das Patentmanagement hat inhaltlich viele Überschneidungen mit dem Innovationsmanagement. Es ist einerseits die Weiterführung einer entwickelten Innovation zur Schutzrechtserlangung, unterstützt aber andererseits bereits im Entwicklungsprozess z. B. durch Recherchen zum Stand der Technik.

Jedes Unternehmen sollte eine Patentstrategie haben. Je nach Organisation bereitet das Patentmanagement die Schutzrechtsanmeldung, etwa durch einen externen Patentanwalt, vor. Es umfasst das gesamte Spektrum der Tätigkeiten zur Erlangung, zum Erhalt und zum Management von Patenten und Schutzrechten, incl. der Erfindervergütung und des Managements des Schutzrechts-Portfolios.

Risikobegrenzung durch Patentstrategie

Sofern noch keine Patentstrategie existiert, sollte sie zum Schutz vor überraschenden Ereignissen im Rahmen der Innovationsentwicklung und Schutzrechtserlangung definiert werden. Gibt es bislang keine Schutzrechte im Unternehmen, ist eine derartige Strategie hilfreich, um plötzlich vorliegende Innovationsmeldungen geordnet und nach Plan abzuarbeiten. Sind bereits Patente oder Schutzrechte im Unternehmen vorhanden, dürfte eine vorhandene Strategie in der Regel zwar vorliegen; sie sollte jedoch regelmäßig auf die Berücksichtigung bislang nicht in Erwägung gezogener Ereignisse überprüft werden.

 

Quelle: Die sieben Todsünden des Erfinders http://www.epo.org/learning-events/materials/inventors-handbook/sins_de.html

Quelle: Die sieben Todsünden des Erfinders
http://www.epo.org/learning-events/materials/inventors-handbook/sins_de.html (zuletzt aufgerufen 2018-04-12)

Angebot

Wir unterstützen Sie gerne bei der Gestaltung Ihrer Portfolio- und Patentstrategie zur Definition des Unternehmensziels. Unter Begrenzung des internen Aufwands und externer Kosten bieten wir Ihnen unsere Erfahrung bei …

… dem Bearbeiten der Innovationsmeldung
Vorklärungen zur Entscheidung, wie mit der gemeldeten Innovation grundsätzlich verfahren werden soll

… dem Sammeln und Strukturieren der Ideen und Neuerungen

… dem Erarbeiten eines Vergütungssystems
Abwägen der Möglichkeiten zur Ermittlung der Vergütung

… den weltweiten Recherchen zum Stand der Technik
Zur Vermeidung von Patentverletzungen wird der Stand der Technik recherchiert, um sich die Freiheit des Handelns zu erhalten bzw. frühzeitig bestehende Einschränkungen zu erkennen.

… den Recherchen in NPL-Datenbanken
Nicht patentierte Innovationen können nur über Recherchen in Datenbanken der Nicht-Patent-Literatur (NPL-Datenbanken) gefunden werden.

… der Wettbewerbsbeobachtung
Was verkündet Ihr Wettbewerber auf seiner Homepage? Welche jüngsten Schutzrechtsanmeldungen hat der Wettbewerb getätigt? Was genau will er sich schützen lassen? Antworten auf solche Fragen können Fehlentwicklungen vermeiden.

… den Trendanalysen und –entwicklungen
Sie lassen erkennen, womit sich die Branche derzeit beschäftigt und was die Schwerpunkte der Entwicklung sind

… der Patent-Strategie
Definition des Unternehmensziels bei Begrenzung internen Aufwands und externer Kosten

… der Portfolio-Strategie
Umgang mit dem Schutzrechtsportfolio zur Begrenzung internen Aufwands und externer Kosten

… den Schulungen
der Belegschaft zu Themen der Schutzrechte, auch hinsichtlich ihrer Sensibilisierung für Vertraulichkeit.

Europäische Patentanmeldung,

Patentanmeldung, Quelle: Datenbank des DPMA

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